Mitarbeiter ehren Chef

DATUM: 13. Januar 2014 • NUMMER: 1 - 2014 • SPERRFRIST: keine

Für sein großes Engagement bei der Schaffung, Sicherung und Erhaltung von Arbeitsplätzen „schenken“ glatthaar-Mitarbeiter ihrem Unternehmensgründer einen eigenen Straßennamen

Schramberg/Waldmössingen. Joachim Glatthaar hat aus einem Ein-Mann-Unternehmen ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen entwickelt – mit Mut, Engagement, Risikobereitschaft und dem richtigen Gespür für den Aufbau einer kompetenten Mannschaft. Heute ist das Unternehmen glatthaar-fertigkeller ein wichtiger Arbeitgeber in Schramberg/Waldmössingen, aber auch an den Standorten Simmern und Weißenfels. Ein gutes Betriebsklima war ihm dabei immer wichtig. Und genau deshalb gab es für ihn von seinen Mitarbeitern im 33. Firmenjahr und anlässlich des 60. Geburtstages des Firmeninhabers ein ganz besonderes Dankeschön.

„Wir wollten etwas Einmaliges schenken, ein Geschenk für die Ewigkeit sozusagen und damit unseren Respekt und unsere Anerkennung zollen für unseren Chef und sein Engagement für das Unternehmen und damit auch für uns,“ so Geschäftsführer Reiner Heinzelmann.

Die Idee war schnell geboren, der Glatthaarsche Stammsitz sollte eine eigene Adresse erhalten, „um die bisherigen unternehmerischen Leistungen unseres Chefs auch nach außen zu dokumentieren“. Dem Wirtschaftsförderer der Stadt Schramberg, Uwe Weisser, wurde die Idee vorgetragen, dieser unterstützte sie mit Freude und trieb eine positive Entscheidung dazu in den entsprechenden entscheidungsabhängigen Gremien voran. Auch Ortsvorsteherin Claudia Schmid und der Ortschaftsrat Waldmössingen unterstützten das Engagement der glatthaar-Crew.

Seit wenigen Tagen ist es offiziell: Der Hauptstandort Schramberg/ Waldmössingen trägt fortan den Namen „Joachim-Glatthaar-Platz 1". Geschenke-Mission geglückt, jeder Mitarbeiter war begeistert, dass bis zum letzten Moment alles geheim blieb und die Überraschung ihres Chefs mehr als gelang. Ehefrau Sabine sprach gar von einer Art „Schockfreude“ ihres Mannes, verschlug es ihm doch bei der feierlichen Enthüllung glatt die Sprache. „Für mich selbst war das so überwältigend, dass ich im ersten Moment gar keinen klaren Gedanken fassen konnte. Kann man ein so großartiges Geschenk überhaupt annehmen? Eine solche Riesenehre wird einem ja normalerweise nie zuteil und am allerwenigsten zu Lebzeiten,“ ruft sich Joachim Glatthaar seine Gefühle im Moment der Übergabe ins Gedächtnis. Die Mitarbeiter schließlich haben ihn ermutigt und bekräftigt, dieses wirklich anzunehmen und damit brach sich die Freude richtig Bann. „Im Ergebnis sehe ich mich nicht als „Einzeltäter“, sondern bewerte die Entwicklung unseres Unternehmens als Gesamtleistung aller Mitarbeiter! So betrachte ich diese außerordentliche Ehrung auch stellvertretend für unsere Belegschaft! Dass die entscheidenden Gremien bis hin zum Oberbürgermeister diesem Vorschlag zustimmten, zeigt auch die Wertschätzung für unser wirtschaftliches Engagement in den vergangenen Jahrzehnten, und dafür danke ich natürlich auch den Wirtschaftsentscheidern der Region. Es ist einfach toll,“ betont Joachim Glatthaar in seiner bescheidenen Art und will damit den Dank auch an die Mannschaft zurückgeben.

Zurück