Aktive Hilfe vor Ort: glatthaar-fertigkeller unterstützt krebskranke Kinder in Mainz / Mut-Perlen und Musikpädagogik für großartige Kämpfer

DATUM: 6. Dezember 2013 • NUMMER: 17 - 13 • SPERRFRIST: keine

Schramberg/ Waldmössingen/ Simmern. Hilfe, die ankommt: Deutschlands führender Fertigkeller-Hersteller glatthaar-fertigkeller hat vor wenigen Tagen eine Partnerschaft mit dem Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz vereinbart. Das Unternehmen, in dem mehr als 300 Mitarbeiter beschäftigt sind, unterstützt damit zwei Projekte des Fördervereins für die pädiatrisch-onkologische Station im Kinder- und Jugendzentrum der Universitätsmedizin Mainz: die „Mut-Perlen“ und das Projekt „Der Musikmann ist da“. Für beide sichert das Unternehmen die Finanzierung für die kommenden zwölf Monate.

Michael Gruben, Geschäftsführer Vertrieb bei glatthaar-fertigkeller: „Wir engagieren uns in der Region bereits seit Jahren auf den verschiedensten sozialen Gebieten. Dabei ist es uns immer wichtig, dass die Hilfe direkt bei den Betroffenen ankommt. Mit der Übernahme der Kosten für die „Mut-Perlen“ und das Musikprojekt des Fördervereins für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz können wir schwerkranken Kinder, die einen langen Leidensweg gehen müssen, helfen. Wir wissen aus eigener Erfahrung aus unserem Unternehmen, wie schwer es Familien haben, deren Kind Zeit auf einer Kinderkrebsstation verbringen muss. Wie viele medizinische und oft auch schmerzhafte Behandlungsprozesse während der Therapie nötig sind und wie viel Kraft, Ausdauer und Geduld für den langwierigen und harten Kampf Eltern und Kinder benötigen, um eine solche Krankheit zu überstehen. Wir finden die beiden Initiativen des Vereins vor dem Hintergrund, dass viele verständlicherweise an die Grenzen des Erträglichen stoßen und dabei den Mut verlieren, eine solche Therapie durchzustehen, einfach großartig und lebensbejahend, sodass wir hier sehr gern als „Mut-Perlen-Paten“ für die Kinder und Jugendlichen zur Seite stehen.“

Annette Spohn-Hofmann, Pressereferentin des Fördervereins freut sich außerordentlich über die Unterstützung von glatthaar-fertigkeller: „Mit dem Engagement von glatthaar können wir im Jahr 2014 erstmals allen Kindern eine solche Mut-Perlenkette überreichen! Zirka 60 – 70 Kinder, die jedes Jahr aufgenommen werden, erhalten damit nach jedem Pieks, jeder Chemo eine kleine Belohnung auf dem Weg durch die langwierige Behandlung. Und auch mit der Unterstützung bei der Finanzierung des Musikprojekts können wir Kindern und Jugendlichen, die lange Zeit auf Station verbringen müssen, Lebensfreude auf dem Weg zur Gesundung schenken.“

Das bedeuten die Mut-Perlen: Mit der Aufnahme auf Station bekommt jedes Kind eine lange Schnur mit seinem Namen überreicht. Nach jeder Untersuchung und Behandlung kommt eine Perle hinzu. Jede ist etwas ganz Besonderes und steht für eine bestimmte Maßnahme, die während der Behandlung notwendig wird. Anhand der unterschiedlichen Perlen können die kleinen Patienten sehen, an welcher Stelle der Behandlung sie gerade sind. Mit dem „Sammelfieber“ und der Freude auf die nächste Perle bekommt der jeweilige Eingriff einen anderen, nicht mehr ganz so bedrohlichen, Stellenwert. Die Kinder und Jugendlichen lieben es, ihre Ketten deutlich sichtbar ans Bett oder an den Tropfständer zu hängen. Dadurch kommen sie auch untereinander schneller ins Gespräch: Anhand der Perlen lässt sich viel leichter über die Krankheit und den Therapieverlauf reden. Aber auch der Familie und den Freunden zeigen die Perlen, was sie hinter sich haben – und verdeutlichen, was sie noch erwartet. Außenstehende können auf diese Art und Weise ebenso viel besser die Situation verstehen.

Mit dem zweiten Projekt, das die glatthaar Unternehmensgruppe in der Zusammenarbeit mit dem Förderverein unterstützt, ist die musikpädagogische Begleitung „Der Musikmann ist da“ gesichert. Musikpädagoge Hubert Zanoskar, Musiker aus Leidenschaft unterrichtet mit dergleichen seit über 10 Jahren die Kinder auf der Kinderkrebsstation. Ein Mal in der Woche kommt er mit seiner Querflöte und weiteren Instrumenten im Gepäck und bietet musikalische Früherziehung an – je nach Wunsch bei einer kleinen Patientengruppe oder auch einzelnen Kindern. Besonders beliebt bei den Kindern sind Xylofon, Flöte oder Keyboard, aber auch Trommeln und Pauke, mit denen man richtig Dampf ablassen kann. Vor allem die kleinen Kinder profitieren von dieser Begleitung: Sie lernen die Instrumente kennen, können ordentlich Krach machen, aber auch tanzen und singen und dabei für kurze Zeit den Stationsalltag vergessen: Entspannung tritt ein. Musik hilft den Kindern, ihre Gefühle wie Angst, Trauer oder Wut auszudrücken. Aber auch positive Stimmungen, wie Freude, finden durch die Musik ihren Weg nach draußen. Für kurze Momente kreativ und laut sein zu dürfen, ist für die Kinder immer sehr befreiend. Greift Musikpädagoge Zanoskar allerdings zu seiner Querflöte, wird es stimmungsvoll auf Station. Seine sanften Töne lassen Geborgenheit und Behaglichkeit aufkommen, eine Atmosphäre, die gerade die besonders schwachen Kinder genießen.

HINTERGRUND

Über den Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz
Der Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e. V. Mainz wurde 1984 von Eltern betroffener Kinder, Pflegekräften und Ärzten gegründet und will die Situation für Familien mit krebskranken Kindern etwas erträglicher machen. Der Verein bietet psychologische Betreuung und psychosoziale Beratung auf der Kinderkrebsstation und im Elternhaus. Er finanziert Beschäftigungsangebote und verbessert damit die personelle Ausstattung auf der Station. Er sorgt mit für die Anschaffung und Finanzierung neuester medizinischer Geräte und bietet finanzielle Hilfe für betroffene Kinder und Familien in sozialen Notlagen. Ein geschaffenes Elternhaus nahe der Station ist für die Angehörigen ein Zuhause auf Zeit, damit die Kinder während der Therapie eine Bezugsperson in ihrer Nähe haben. Eine Ferienanlage in Gemünden bietet Erholungsmöglichkeiten für die ganze Familie. Er veranstaltet Geschwisterkind-Aktionen, finanziert Spielsachen und Unterhaltung für die Kinder auf der Station.

Über die Mut-Perlen

Mit den Mut-Perlen hat die Deutsche Kinderkrebsstiftung eine Idee aufgegriffen, die es schon unter dem Titel „BraveryBeeads“ in angelsächsischen Ländern gibt. Von deren Erfolg beeindruckt hat die holländische Elterngruppe für Krebskranke Kinder und Jugendliche (VOKK) einen Satz Perlen speziell für diesen Zweck entworfen. In Absprache mit dem VOKK hat die Deutsche Kinderkrebsstiftung diese Initiative aufgegriffen. Viele Fördervereine in Deutschland haben die Mut-Perlen auf den kinderonkologischen Stationen bereits mit Erfolg eingeführt. Der Förderverein für Tumor- und Leukämiekranke Kinder e.V. Mainz beteiligt sich seit diesem Jahr an dem Projekt.

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